Samstag, 6. April 2013

Strong BUY: Pop Bank gibt Anleihen aus

Anleihe der Pop Bank
Die von mir gegründete Pop Bank gibt - nach der Pay What You Want Wechselstube für die Poptaler - nun selbst Anleihen heraus. Dabei könnt ihr auf die Wertsteigerung meiner Arbeit wetten. Ihr kauft jetzt ein Wertpapier - in bester Do It Yourself Manier in Handarbeit gestaltet - und könnt Euch dafür in 10 Jahren ein Kunstwerk Eurer Wahl aussuchen. Natürlich handelt es sich dabei um ein Spekulationsobjekt reinster Güte, aber wer weiß, eventuell lohnt es sich ja und Ihr könnt so Eure Rente absichern. Schlechter als bei den üblichen Fonds kann die Rendite ja fast nicht mehr sein.

Freitag, 29. März 2013

Poptaler - CC by NC SA

Die Poptaler beruhen auf dem Prinzip des Realen: Man kriegt für einen Poptaler, die alle in Handarbeit gefertigt werden, etwas, das reele Arbeit gekostet hat. Dafür zahlt man was man will plus Porto.

Da mir die Rückkopelung an die "Realität" aber nicht reicht, werde ich guter Wechselstubenanier die Poptaler mit den "Post It`s - Moneysharing" verbinden: Von allen Euros, Dollars oder - hier bitte Währung nach Wahl einsetzen - die gegen Poptaler gewechselt werden, wird 50% in die Post Iits Aktion tranferiert. Dadurch erhoffe ich mir eine stärkere Einflussnahme auf die "Wirklichkeit".

Frohe atheistische Ostern.

Donnerstag, 28. März 2013

Container voller frischem Geld? Do It Yourself!

Meine Meinung, dass Geld ein psychologisches und soziales Konstrukt sei, das nur solange funktioniere, wie alle dran glaubten, habe ich ja schon öfter kundgetan. Das da im Zeitalter des Hochfrequenzhandels keine Rückkoppelung an die Realität besteht, außer der hinter der glitzernden Oberfläche verborgenden Ausbeutung von Mensch und Natur, wird ja niemand bestereiten wollen, der fähig ist zu sehen, dass 1 + 1 nicht 3 ist. Geld ist also im Grunde ein hochgradig magisch-alchemistisches Produkt.

Mittwoch, 27. März 2013

Die Stadt als Text




Als ich gerade in bester Benjamin Blümchen durch die Konsummeile der Stadt flanierte, wurde ich prompt von einer netten Werberin angesprochen: "Der Herr der da so schlendert." "Ich will nix." "Ich auch nicht." "Dann hättest Du mich nicht angesprochen." "Das stimmt. Ich verkaufe Staubsauger." Letztendlich war sie dann aber von der UN Flüchtlingshilfe. Aber abgesehen von den ganzen normalen Shoppingtempeln, scheint es so, dass man im Innenstadtbereich von immer mehr Leuten, ob Werber oder Schnorrer auf eine Art Eintritt angesprochen wird. Passend dazu einige der Fotos der ominösen Agentur für Schildverbesserung.       
Ohne jemanden zu nahe treten zu wollen, aber ist das die Art von öffentlichem Raum, von Stadt, die wir haben wollen? Wo man sich auf dem Marktplatz, der Agora nur nach Zahlung einer Teilnahmegebühr aufhalten darf? Eine Res Publica nur nach Mindestverzehr?
Genießt die Sonne.


Montag, 25. März 2013

Lyotard war verpeilt

In letzter Zeit habe ich im Zuge des ganzen Gehampel wegen der Eurokrise, Zypern, dem zweifelhaften Geburtstag der Agenda 2010, aber auch wegen den - in meinen Augen - guten Büchern "Ego - das Spiel des Lebens" von Frank Schirrmacher und "Selbst Denken" von Harald Welzer öfter an das Ende der großen Erzählungen gedacht. Klar, damit waren eher Religion und gesellschaftliche Utopien gemeint, aber wenn wir unser die bestimmenden Narative der Gegenwart anschauen: Da gibt es das große Märchen vom Geld, die Sage vom alles heilendenWachstum. Und das ist nicht Postideologisch, sondern die beherrschende Ideologie unserer Zeit. Alles wird mit Kosten und der Finanzierbarkeit gerechtfertigt. Die Politik gestaltet nicht mehr, sondern eiert den so genannten Märkten hinterher. Da kriege ich das kalte Kotzen.

Vor allem, wenn ich darüber nachdenke, dass selbst die netten Post It´s die ich als Sticker verwende absolut  Retro sind und eigentlich nur Bits und Bytes von irgendwelchen Algorithmen hin und her geschoben werden. Und das bestimmt alles was wir tun? Das ist der Herrensignifikant? Der große Andere ist John Nash und sein verficktes paranoides Menschenbild? Und wir sind alle nur noch Waren? Beherrscht vom Geld? Und Geld ist nur Information?

Datt kann es doch wohl nicht sein.


Genießt die Sonne und hofft auf ein bißchen mehr Wärme.

Samstag, 9. März 2013

On the Road - to Bentham`s Republik

Der alte  Jeremy Bentham hätte wahrscheinlich großen Spaß, wenn er sich mal unsere Republik anschauen würde. Transparenz, Shitstorms, Political Correctness - das alles wirkt  gepaart mit der größeren Öffentlichkeit für jeden Furz, so wie er sich das bei seinem Panoptikum vorgestellt hat und führt genau dahin, was so ein schwuler Franzose Panoptismus genannt hat. Ich würde es in Anlehnung an an einen seiner Buchtitel gegenseitiges Überwachen und Strafen nennen. Konsequenz ist, dass durch die ständige soziale Kontrolle etwas einsetzt, das sich als Selbstregierung bezeichnen lässt. Eine Art mentales INDECT. In voraus eilendem Gehorsam vermeiden wir Äußerungen die uns zum Ziel eines Shitstorms, die moderne Form des Prangers, machen könnte. Das führt zu einem intellektuellem Totalirismus in Form einer verödeten Konsensgesellschaft. Oder wir beuten uns im Zeichen der Kreativität und Freiheit in der neuen Spaßarbeitswelt aus, bis wir kollabieren.

Donnerstag, 7. März 2013

Der Eisberg oder der Kot der Enigma

Words don`t cum easzy
Richtiges Grauen befällt mich, wenn ich über menschliche Kommunikation nachdenke. Gerade in den letzten Tagen habe ich das immer wieder bemerkt. Lassen wir mal so offensichtliche Aspekte wie den Manipulativen weg und machen uns mal zwei, drei nahe liegende Gedanken dazu. Kommunikation läuft über Sprache. Nicht nur Sprache im engeren Sinn, sondern auch zum Beispiel Bilder usw. Woraus besteht nun Sprache? Aus Wörtern(Vokabeln) und einem Regelwerk(Grammatik). Schauen wir zunächst mal auf die Vokabeln. Dies sind kleine Einheiten die etwas bezeichnen, also eine Art Verweis darstellen. Nun kann aber zum Beispiel das Wort Blatt ein Blatt Papier, ein Eichenblatt oder ein Lindenblatt sein. Es kann unterschiedliche Dinge bezeichnen, diese Dinge können bei jedem wiederum eine andere Bedeutung tragen, zum Beispiel kann das Lindenblatt die Ursache für eine Schwachstelle sein, da an die Stelle an der es liegt kein Drachenblut hingelangt oder es kann ein einfaches Blatt am Baum sein.