Mittwoch, 8. Januar 2014

Kapitalismus shoppen

Apocalypso Now
Im Zeitalter der totalen Ware ist auch Kunst nichts anderes als eine Ware. Jeder der etwas anderes sagt, macht sich etwas vor. Diese Warenhaftigkeit von Kunst gekoppelt mit dem unendlich erweiterten postmoderen Kunstbegriff - wer will sich schon anmaßen, zu wissen, was Kunst ist? - bietet auch einen Freiheitsmoment: Wo Pop und Kunst als friedliche Waffe benutzt werden können um den Kapitalismus mit seinen eigenen Mitteln zu schlagen. Kunst als Ware, Kunst als Gelddruckerei um einen monetären Virus in das System einzuschleusen. Denn Geld regiert die Welt und wenn sich Gazprom Schröder kaufen kann, die Bahn Pofalla, warum sollen wir dann als Künstler dann nicht Politik machen, in dem wir uns einen netten Staatsekretär kaufen oder Kunstmarktpolitik betreiben bei der wir uns eine Ausstellung in einem renoniermten Kunstverein, der leider klamm ist, kaufen. Steigert den Marktwert und beschleunigt den Prozess der Kapitalgewinnung. Wenn wir dann genug Politiker gekauft haben, führen wir den hedonistischen Kommunismus ein. Wer glaubt es gehe mit Wahlen und nicht mit dem beliebten Politiker shoppen, der ist noch nicht in unserer postdemokratischen Simulation des marktkonformen Lebens angekommen. Mit den Mittteln von Kunst und Pop gegen Banken, Lobbys und Multis.

Art Nigga
Wer uns dabei unterstützen möchte den Kapitalismus zu kaufen, kann das hier tun: Popstube.

VIVA LA SHOPPING REVOLUTION!

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