Montag, 25. März 2013

Lyotard war verpeilt

In letzter Zeit habe ich im Zuge des ganzen Gehampel wegen der Eurokrise, Zypern, dem zweifelhaften Geburtstag der Agenda 2010, aber auch wegen den - in meinen Augen - guten Büchern "Ego - das Spiel des Lebens" von Frank Schirrmacher und "Selbst Denken" von Harald Welzer öfter an das Ende der großen Erzählungen gedacht. Klar, damit waren eher Religion und gesellschaftliche Utopien gemeint, aber wenn wir unser die bestimmenden Narative der Gegenwart anschauen: Da gibt es das große Märchen vom Geld, die Sage vom alles heilendenWachstum. Und das ist nicht Postideologisch, sondern die beherrschende Ideologie unserer Zeit. Alles wird mit Kosten und der Finanzierbarkeit gerechtfertigt. Die Politik gestaltet nicht mehr, sondern eiert den so genannten Märkten hinterher. Da kriege ich das kalte Kotzen.

Vor allem, wenn ich darüber nachdenke, dass selbst die netten Post It´s die ich als Sticker verwende absolut  Retro sind und eigentlich nur Bits und Bytes von irgendwelchen Algorithmen hin und her geschoben werden. Und das bestimmt alles was wir tun? Das ist der Herrensignifikant? Der große Andere ist John Nash und sein verficktes paranoides Menschenbild? Und wir sind alle nur noch Waren? Beherrscht vom Geld? Und Geld ist nur Information?

Datt kann es doch wohl nicht sein.


Genießt die Sonne und hofft auf ein bißchen mehr Wärme.

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