Montag, 13. August 2012

das richtige tun: i would prefer not to

das richtige tun: i would prefer not to

können wir das richtige in einer welt tun, in der alles – explizit auch die kunst und das leben selbst – auf seine warenhaftigkeit reduziert wird, alles ware ist, die unsichtbare hand des marktes alles über angebot und nachfrage reguliert?
durch die notwendigkeit unseren lebensunterhalt zu bestreiten, werden wir gezwungen in unserem  persönlichen hamsterrad der kapitalgewinnung immer weiterzulaufen. konsum macht spaß, aber konsum, wie das wort schon sagt, verbraucht: zeit, menschen, energie, beziehungen, aufmerksamkeit, denken, ressourcen, leben. da bleibt nichts mehr für das richige.
die sich wohlanfühlende LOHAS mentalität ist nichts weiter als eine egoapp. die einzig konsequente haltung wäre das „ich würde lieber nicht“ von bartleby. er bezahlt diese veweigerung mit dem tod. deshalb bleibt nur der satz: „von der unmöglichkeit nein zu sagen, ohne sich umzubringen“. was zu tun ist, ist nichts. denn der nichtstuer oder taugenichts verweigert es zumindest, sich in form von arbeit in den warenzyklus des kapitalis- mus einzuspeisen.
letztendlich scheitert auch diese verweigerungshaltung. schon der alte theo wußte: „es gibt kein richtiges leben im falschen.“

Für das Projekt:  "Das Richtige tun"  von Michael Pohl

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